Die Tierstation

Vera Steder und Pia Gräter zurück aus Datça


Liebe Leser, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

wir waren nicht im Urlaub. Wir lagen nicht am Strand, und unsere Füße hielten wir nicht einmal ins Wasser. Wir haben den Tieren in Datca unsere Zeit geschenkt.

Pia und ich waren vierzehn Tage in Datca. Datca, ein kleiner Hafenort an der Südküste der gleichnamigen Halbinsel am südwestlichsten Zipfel der Türkei, ursprünglich ein beliebter Urlaubsort von Bruno und mir, wurde für Pia und mich zu einem Ort der Beobachtungen und Erfahrungen, die mit Urlaub gar nichts – überhaupt gar nichts – zu tun haben.

Uns hatte der Tierschutz dorthin gebracht. Neben der Arbeit auf der Tierstation, in der Praxis bei dem Tierarzt Hakki, der Versorgung der zehn Katzen im großzügigen Parterreraum von Gudrun und Volker Bohns Haus, erwartete uns auch der praktische Tierschutz auf der Straße, indem wir einer läufigen Hündin – umringt und belästigt von fünf Rüden – für eine Nacht Unterschlupf in unserer Bleibe gewähren konnten.

„Julie“ – diesen Namen gab Pia ihr – schlief die ganze Nacht vor Pias Bett und träumte sicherlich davon, wie es ihr gut gehen möge, in einem Garten oder einem Haus, in dem Futter und vor allem Streicheleinheiten kein Fremdwort wäre.
Julie war für ein paar Tage in einem großen Zwinger in der Tierstation, um dann in der nächsten Woche kastriert zu werden  – ein nachhaltiger tierärztlicher Eingriff, der ihr ein relativ sorgloses Leben ermöglichen wird.

Die Telefongespräche, die wir mit unseren Angehörigen führten, brachten uns zeitweise in eine andere, uns vertraute Welt. Aber diese Zeit hielt nicht lange an: Die Gegenwart in diesem schönen, katzengerechten Haus, mit Blick auf das Mittelmeer, auf eine Baustelle, auf eine Schule und auf die am Berghang wie Baukästchensteine aufgereihten weißen Häuser, vor allem aber die Hunde und Katzen im Straßenbild Datcas hatten uns schnell wieder zurück zu unserem Grund unseres Aufenthaltes in Datca.

Wir haben unsere Beobachtungen, unsere Erlebnisse und einige unserer vielen  Eindrücke versucht festzuhalten, in einem Tagebuch, das allen, die sich für die Arbeit des Tierschutzes auf dieser schönen türkischen Halbinsel interessieren, als eine Ermunterung und gleichermaßen als Ermutigung dienen soll, auch einmal ein ähnliches Abenteuer zu wagen.

Dalldorf, 11.11.2011
Vera Steder und Pia Gräter

Hier unser Bericht:
(bitte Titel anklicken)

 

 

 

Dezember 2011:

Mit Interesse und bestem Dank studieren Tierarzt Hakki und Ayse das Tagebuch von Pia und Vera!